Auto Memory
Wissen
Claudes eigene Notizen
Während du in CLAUDE.md bewusst Regeln definierst, hat Claude Code ein zweites Gedächtnis-System: Auto Memory. Hier schreibt Claude selbst Notizen über Dinge, die es während der Arbeit mit dir lernt -- und liest sie in der nächsten Session automatisch wieder ein.
Die Memory-Datei liegt unter:
~/.claude/projects/<repo-hash>/memory/MEMORY.md
Der Pfad wird aus dem Repository-Pfad abgeleitet. Alle Worktrees desselben Repos teilen sich ein Memory-Verzeichnis -- wenn du also in einem Feature-Branch etwas lernst, weiß Claude das auch im Main-Branch.
iLade-Limit
Beim Session-Start werden die ersten 200 Zeilen der Memory-Datei geladen. Halte deine Memory-Datei also kompakt, damit die wichtigsten Einträge oben stehen.
Was merkt sich Claude?
Typische Inhalte, die Claude in Auto Memory speichert:
- Build-Befehle: "Für dieses Projekt muss vor dem Build
npm run generatelaufen" - Debug-Insights: "Der Fehler in der Auth-Middleware lag an fehlenden CORS-Headers"
- Deine Präferenzen: "User bevorzugt kurze Commit-Messages ohne Emoji"
- Projekt-Eigenheiten: "Die API unter /legacy nutzt noch Express v4 Syntax"
- Erfolgreiche Strategien: "Bei MDX-Fehlern immer zuerst mdx-components.tsx prüfen"
Session-übergreifendes Lernen
Das Besondere an Auto Memory: Es überbrückt die Grenze zwischen Sessions. Ohne Memory vergisst Claude am Ende jeder Session alles, was es gelernt hat. Mit Memory baut Claude ein wachsendes Verständnis deines Projekts und deiner Arbeitsweise auf.
Session 1: Du erklärst Claude, dass Tests in diesem Projekt mit pnpm vitest run statt npm test laufen. Claude merkt sich das.
Session 2: Claude weiß bereits, dass es pnpm vitest run verwenden soll -- ohne dass du es erneut sagen musst.
*Memory in Aktion beobachten
Mit dem Befehl /memory kannst du Claudes aktuelle Memory-Datei einsehen und bearbeiten. So siehst du genau, was Claude sich gemerkt hat, und kannst falsche oder veraltete Einträge korrigieren.
Verstehen
Memory steuern und deaktivieren
Auto Memory ist standardmäßig aktiv, lässt sich aber auf verschiedene Weisen steuern:
/memory-- Öffnet die Memory-Datei zur manuellen BearbeitungautoMemoryEnabled: false-- Deaktiviert Auto Memory in den Einstellungen- Manuelles Löschen -- Die Memory-Datei unter
~/.claude/projects/kann jederzeit gelöscht werden
Memory-Scopes für Subagents
Wenn du mit Subagents arbeitest (mehr dazu in einem späteren Modul), können diese eigene Memory-Verzeichnisse haben. Es gibt drei Scopes:
| Scope | Beschreibung | Pfad |
|---|---|---|
| user | Globale Erinnerungen des Users | ~/.claude/memory/ |
| project | Projektspezifische Erinnerungen | ~/.claude/projects/<repo>/memory/ |
| local | Nur für diesen Subagent | Im Arbeitsverzeichnis des Agents |
Memory vs. CLAUDE.md -- Wann was?
| CLAUDE.md | Auto Memory | |
|---|---|---|
| Wer schreibt | Du | Claude |
| Zweck | Feste Regeln und Kontext | Gelernte Erkenntnisse |
| Geteilt via Git | Ja (Projekt-Root) | Nein (lokal) |
| Struktur | Von dir organisiert | Von Claude verwaltet |
| Beispiel | "Nutze pnpm statt npm" | "User bevorzugt ausführliche Erklärungen" |
Die beiden Systeme ergänzen sich perfekt: In CLAUDE.md stehen die Regeln, die du bewusst festlegst. In Auto Memory sammelt Claude die Erkenntnisse, die sich aus der täglichen Zusammenarbeit ergeben.
Warum teilen sich alle Worktrees desselben Repos ein Memory-Verzeichnis?